Love. Every. Meghan-Moment!

Freitag, 15. Juni 13:00Uhr – I AM READY! Freudestrahlend verlasse ich in bunten Yogapants das Büro und bekomme von dem einem oder anderen Kollegen einen belustigenden Blick – naja ich komme ja auch nicht täglich mit bunt bedruckten engen Leggings ins Büro (sollte ich mir aber vielleicht für die Zukunft überlegen, bei all den Blicken die ich heute bekommen habe) 😉 Aber ich schweife vom Thema ab!

Es ist der erste Tag des Yogafestivals und ich bin am Weg nach Pörtschach am Wörthersee. Ich fahre entlang des Sees und merke, wie ich nach der stressigen Woche immer ruhiger werde. Kein Wunder! Ich starte heute in MEIN Wochenende; Yoga, Essen, Freunde treffen, Yoga – habe ich Essen schon erwähnt?! Ich checke ein, bekomme meine Festivalbänder umgebunden, sehe einige „alte“ und sehr viele neue Gesichter und switche dabei ganz einfach in meinen Festival-Mood!

First stop – Meghan Currie Pre Festival Workshop mit dem Fokus Love. Every. Moment. WOW! Wenn ihr meinen ersten Eintrag gelesen habt, dann wisst ihr vielleicht noch was meine Intention für die Festivaltage ist: All you have is right now! Ich habe dies vorher nicht so wahrgenommen – yogisches Ehrenwort – für mich ist das einfach nur ein wunderbarer Zufall. Als Meghans Worte den Raum erfüllen, beginne ich mich zu entspannen, versuche die Atmosphäre aufzunehmen und anzukommen. Sie fordert uns gleich zu anfangs dazu, unsere Komfortzone zu verlassen und uns einer fremden Person zuzuwenden, um ihr etwas Peinliches von uns zu erzählen – ich fand das toll! Ich mag es mich in ungewohnte Situationen zu bringen. Das lustige dabei war, dass mein gegenüber die gleiche „peinliche“ Angewohnheit hat wie ich – das war zu lustig. Tja was machen wir beide wohl – okay – ich oute uns nun; ich habe das noch nie öffentlich gesagt, aber einmal muss es raus – bereit? „Wir essen beide Nutella nur mit dem Löffel – Brot finden wir überflüssig – und schaffen dabei ein großes Glas in sagen wir Mal vier Tagen“. So jetzt ist es raus und ich hoffe, dass es das erste und letzte Outing für dieses Festival war. Aber ich schweife schon wieder vom Thema ab!

Ich setze mich auf meine Matte, schließe die Augen und lausche Meghans sanfter Stimme. Sie bringt mich auf die Matte, in den Moment. Sanft beginnen die ersten Bewegungen meinen Körper aufzuwecken und es fühlt sich nach Ankommen an. Was macht mein Geist? Der braucht noch ein bisschen, aber das kennen wir alle, bis zum Ende der Yogaeinheit hat sein „Stündchen geschlagen“. So langsam wie möglich sollen wir die Bewegungen ausführen, spüren wie sich zB beide Knie gleichzeitig aus dem Vierfußstand von der Matte abheben und wieder senken; spüren wie sich der Herzraum in der Rückbeuge immer weiter öffnet. Es hat eine ganz eigene Qualität die Asanapraxis sehr langsam und mit Bedacht auszuführen. Die Stille in den Körper, in die Bewegung zu bringen. Oft huscht man von einer Asana in die nächste, ohne die Sensationen wahrzunehmen, welche in den Übergangen vorgehen. Sanft fließen wir in einem Slow Vinyasa Flow von einer Asana zur anderen und lassen los was wir nicht mehr brauchen. Ein schönes Gefühl breitet sich in mir aus – I love it!

Nach dem Workshop von Meghan ging es gleich raus in die Sonne; die anderen warteten schon, auf das Festival Opening und auch ich hatte es mir fest vorgenommen dabei zu sein; und dann ist es wieder passiert – das Festival lässt mich gleich zu anfangs all meine Pläne umschmeißen. Meghan hat mich so in den Moment gebracht, dass jede weitere Einheit – und ich bin überzeugt davon, dass Nicki Vellick und Sir Tralala ein wundervolles Opening gestaltet haben – diesen Moment wieder verändert hätte. Bereits die erste Einheit am Festival hat mich etwas gelehrt – ich will soviel wie möglich von den Lehrern des Yogafestivals mitnehmen, aber dabei den Moment nicht aus den Augen verlieren. Präsent zu sein, heißt dankbar und demütig zu sein. Ich bin all das – für den ersten wunderbaren Tag am Yogafestival 2018. More to come …

Ich wünsche uns allen einen wunderbaren zweiten Festivaltag und freue mich auf Euch … vielleicht findet sich ja auch heimlich eine Nutella-mit-Löffel-Esser-Gruppe 😉

Love, sabrinamasté